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    Fachschaft Medizin

    Pflegepraktikum

    Voraussetzung für die Zulassung zur ärztlichen Vorprüfung ist neben der Teilnahme an diversen Kursen und Praktika auch ein dreimonatiger (=90-tägiger!) Krankenpflegedienst, durch den du "in den Betrieb und die Organisation eines Krankenhauses eingeführt und mit den üblichen Verrichtungen der Krankenpflege" vertraut gemacht werden sollst.

    Um das Pflegepraktikum ranken sich bekanntermaßen diverse Mythen und Gerüchte. Im Endeffekt hängt der Erfolg vor allem von dir und der Station ab, auf der du eingesetzt wirst.

    Wo mache ich das am besten?

    Für die Wahl des Krankenhauses, in dem du dein Praktikum ableisten willst, solltest du nicht groß über das Renommee der Klinik oder des Chefarztes nachdenken, überleg einfach, ob du sie von Zuhause gut erreichen kannst, ob dich das Fachgebiet interessiert, ob du schon jemanden kennst, der dort positive Erfahrungen gemacht hat. Generell sagt man kleineren Häusern eine persönliche Arbeitsatmosphäre nach, in Großkliniken gibt's dagegen oft die interessanteren Fälle. In beliebten Fächern wie der Kinderheilkunde ist es oft schwer, einen Praktikumsplatz zu bekommen, da sich sehr viele Leute dort für ein Praktikum interessieren, und als Mann ein Pflegepraktikum in der Gynäkologie anzutreten, verdonnert einen eben - so man denn überhaupt genommen wird - unweigerlich für drei Monate zum Bettenschieben und Nachttischsaubermachen.

    Möglich ist es übrigens auch, das Praktikum im Ausland zu absolvieren (wo´ s manchmal sogar Geld dafür geben soll...oder einfach nur wärmer bzw. kälter ist, was den Freizeitwert ungemein steigern kann).

    Wie bewerbe ich mich?

    Um auch tatsächlich auf eine Station zu kommen, die einen interessiert, ist es nützlich, sich frühzeitig um einen Praktikumsplatz zu bewerben. Am Besten ist es, die Telefonnummer der Pflegedienstleitung über Internet oder den Klinikpförtner herauszufinden und einfach anzurufen; fragen kostet (bis auf die Telefongebühren) nichts, und alles Weitere ergibt sich dann von selbst. Meist werden noch einige Unterlagen verlangt, in der Würzburger Uniklinik zum Beispiel Anschreiben, Abiturzeugnis, Immatrikulationsbescheinigung, Lebenslauf und Gesundheitszeugnis (gibt's beim Hausarzt), teilweise wird aber auch der Nachweis von Schutzimpfungen benötigt.

    Und was erwartet mich da?

    Wenn du einen Platz bekommen hast, wirst du normalerweise für deine Praktikumszeit in den regulären Dienstplan deiner Station eingeteilt, arbeitest also wie die normalen Schwestern und Pfleger im Früh- oder Spätdienst, allerdings ohne Bezahlung. Auf jeden Fall kommst du in den Genuss, im Morgengrauen aufzustehen, um dich auf Station blicken zu lassen. Dann gibt es vor allem viel tägliche Routine: Bettenmachen, Medikamente und Essen verteilen, Patienten zu Untersuchungen begleiten und und und... Meist wird man auch gleich von Anfang an mit dem endlosen Papierkrieg konfrontiert, der allenthalben in den Kliniken tobt: Formulare ohne Ende, alle verschieden und wehe, man füllt ein Kästchen falsch aus! Na ja, es gibt natürlich auch viele positive Seiten am Pflegepraktikum: du hast sehr engen Patientenkontakt und nimmst selber an der Behandlung teil. Mit etwas Glück darf man auch einige Tage in den OP zum Zuschauen. Aber Vorsicht: Operateure lieben es, Studenten knifflige Fragen zu stellen!

    Wer Glück hat und sich nicht ganz dämlich anstellt, kann im Laufe der Zeit viel zu sehen bekommen, umfangreichere Untersuchungen und interessante Krankheitsbilder kennen lernen und ganz nebenbei wird man mit der Zeit auch in die klinikinterne Tratscherei integriert, die das Stationsleben doch erst l(i)ebenswert macht!

    Worauf muss ich achten?

    Vor allem solltest du bei der Bescheinigung des Praktikums darauf achten, dass du insgesamt 3 Monate (90 Tage; inklusive der jeweils 2 freien Wochentage ) gearbeitet hast und dass sie nicht vor dem letzten Praktikumstag datiert ist. Auf der Seite des Prüfungsamtes gibt's ein Formular zum ausdrucken. Es ist auch möglich, das Praktikum zu unterteilen (solange du immer mindestens einen Monat - 30 Tage - am Stück arbeitest). Und um Gerüchten vorzubeugen: man darf die drei Monate auch auf zwei Blöcke von je ca. sechs Wochen (also genau genommen 45 Tage) aufteilen.

    Mehr kannst du im Prüfungsamt am Hubland Nord, Oswald-Külpe-Weg 84/1 (linker Eingang) oder auf deren Homepage erfahren. 


    Genießt das erste Semester, macht Party, lernt Leute kennen, macht Party, lernt Würzburg kennen, macht Party und lernt lernen. Wir von der Fachschaft wünschen dir viel Spaß und Erfolg bei eurem ersten und den weiteren Semestern deines hoffentlich langen Studentenlebens!

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